Cafes

Cafe Nicola Rossio 24 Vollständig renoviert hat das bekannte Cafe heute eine sehr moderne Ausstrahlung. Die schöne Terrasse ist Anziehungspunkt für viele Gäste, die den Trubel auf dem Rossio bei einem Galao oder einer Bica beobachten wollen

Pastelaria Suica Praca Dom Pedro IV. Direkt am Rossio liegt diese hervorragende Konditorei mit einer Auswahl an süssen Köstlichkeiten, die die Entscheidung schwer machen. Wunderschöne Marzipanfiguren, frische Pastel de Nata ( Puddingtörtchen ) oder Duchesses Chantilly ( Sahnefüllung ) sind nur einige der Verführungen, die man probieren muss. Die sonnigen Plätze auf den Terrassen sind hier fast immer gut besucht.

Cafe A Brasileira Rua Garett 120 Das wohl bekannteste Cafe Lissabons und vielleicht auch das Schönste. Mit seinen Spiegelwänden und der alten Holzvertäfelung repräsentiert das Brasileira die Tradition der grossen Kaffeehäuser aus früheren Zeiten, als man sich traf, um in Ruhe Zeitung zu lesen oder Freunde zu einem Kaffee und einer Pasteis de Nata zu treffen. Die Terrassen sind nicht nur von den zahlreichen Touristen gefüllt, denn die Lissaboner folgen auch heute noch dieser Tradition und besuchen ihr Kaffeehaus regelmässig und gern.

Antiga Fabrica dos Pasteis de Belem Rua de Belem 84 – 92 Die Entstehungsstätte der lobgepreisten Pasteis de Nata. Nach einem geheimen Rezept der Mönche aus dem benachbarten Hieronymuskloster werden hier seit 1837 in der ursprünglichen Fabrik die kleinen Cremetörtchen in unglaublichen Mengen produziert und verkauft. In sechs Sälen verteilt sitzen an kleinen Tischen junge und alte Naschkatzen und probieren die handgefertigten Köstlichkeiten oder warten auf ihre Bestellungen für die heimische Kaffeetafel. Nicht nur ein Cafe sondern eine Institution in Lissabon ist dieses traditionsreiche Kaffeehaus.

Restaurants

Casa do Leao Castelo de Sao Jorge Tägl. 12.30 – 15.00 Uhr, 20.00 – 23.00 Uhr Rua do Chao de Feria Reservierung erbeten Traditionelle portugiesische Küche auf eine erlesene Art zubereitet. Ein sehr aufmerksames Personal berät die Gäste stets freundlich und kompetent sowohl bei der Auswahl des Menues als auch bei den begleitenden Weinen. Auf der Terrasse hat man einen tollen Blick über die Alfama, im Steingewölbe des alten Klosters sind die Tische elegant und stilvoll gedeckt.

Casa da Comida Tracessa Amoreiras 1 Sonntag geschlossen Ein Feinschmecker – Restaurant mit besonderer Atmosphäre und exzellenter portugiesischer Küche auf hohem Niveau. Ein bezaubernder Garten ergänzt das Lokal perfekt. www.casadacomida.pt

Restaurant Eleven Rua Marques de Fronteira Mo – Sa 12.30 – 15.00 Uhr, 19.30 – 23.00 Uhr Keine Kreditkarten Ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern kocht hier Joachim Koerper mit Hingabe seine stets aus frischen Zutaten bestehenden Menues. Schon bei der Anfahrt zu diesem Restaurant beeindruckt die imposante Fassade mit ihrer interessanten Beleuchtung. Betritt man die Räumlichkeiten setzt sich der Eindruck von stilvoller Eleganz fort. Grosse Fenster geben einen traumhaften Blick über den Tejo frei, die Beleuchtung unterstützt die Leichtigkeit des Raumes und die perfekten Tische warten auf Gäste, die das Besondere zu schätzen wissen. www.restauranteleven.com

Restaurant Bocca Rua Rodrigo da Fonseca 87 D Der noch junge Küchenchef Alexandre Silva zaubert seit Februar 2008 im Bocca und hat mit seiner kreativen Verarbeitung von besten Zutaten bereits viel Aufmerksamkeit erregt. Die A la Carte – Gerichte werden mit saisonalen Produkten zubereitet und variieren dementsprechend. Mittags bietet das Bocca ein wöchentlich wechselndes portugiesisches Menue. Am Abend ist die Wahl des „ Tasting Menu“ die beste Option, einen Eindruck von der besonderen Kreativität des Kochs zu gewinnen. Der Wein zum Essen kann entweder als Flasche aus einer Karte mit 120 verschiedenen Weinen ausgesucht werden, oder sie entscheiden sich bei jedem Gang für einen der 90 offenen Weine. Samstags sind alle Leute mit Kindern zum Mittag hier genau richtig, denn dieser innovative Koch hat ein Mini Gourmet Menue eigens für Kinder zusammengestellt. Das Restaurant verfügt über eine Raucher und Nichtraucherzone. Seit August 2009 hat das Bocca eine Gastro-Bar eröffnet. Hier bietet sich in ungezwungener Atmosphäre die Möglichkeit, Freunde zum Mittag oder am Abend auf einen Cocktail und ein paar feine Häppchen ( Sushi, Sashimi , Austern etc.) zu treffen. www.bocca.pt

Imperio dos Sentidos Rua da Atalaia 35 Mo-So 19.30- 2.00 Uhr Der „Edelitaliener“ mit dezent eleganter Einrichtung. Tolle Auswahl an Anti-Pasti und Pastavarianten www.imperiodossentidos.pt

Restaurant Suite (Casino Lisboa) Alameda dos Oceanos Di – So 19.30 – 24.00 Uhr Chefkoch Fausto Airoldi ist in Lissabon als sehr engagierter und experimenteller Koch bekannt und hat sich mit der Eröffnung des Restaurants „Suite“ ein Umfeld geschaffen, was seinesgleichen sucht. Eine Lounge – Atmosphäre mit niedrigen Tischen und bequemen Sesseln und Sofas lädt zum entspannten Plaudern während des Essens ein. Die Karte bietet kleine, Tapas ähnliche Köstlichkeiten des Meisterkochs auf Platten für ein bis mehrere Personen an. Bis 2.00 Uhr ist die Küche geöffnet und niemand wundert sich hier, wenn der Gast zwischendurch ein Spiel an den Kartentischen oder den Automaten wagt, um dann an seinen Tisch im „Suite“ zurück zu kehren und eine weitere lukullische Kleinigkeit zu ordern.

Bica do Sabato Avenida da Infante Dom Henrique Di – Sa 12.30 – 14.30, 20.00 – 23.30 Uhr Cafeteria 12.00 – 15.30, 20.00 – 1.00 Uhr Sushi Bar 19.30 – 1.00 Uhr Direkt am Ufer des Tejos liegt dieser Anziehungspunkt für die Lissaboner Schickeria. Das Bica do Sapato ist nicht nur ein Restaurant für gehobene kulinarische Ansprüche, sondern auch ein Ort des „Sehen“ und „Gesehen werden“. Ob in der Cafeteria, der Sushi Bar oder im Restaurant, eigentlich trifft man hier immer auf das eine oder andere bekannte Gesicht. www.bicadosapato.com

Bota Alta Travessa da Queimada 37 Mo – Fr 12.00 – 14.30, 19.00 – 22.30 Uhr, Sa 19.00 – 22.30 Uhr Ein portugiesisches Restaurant von der Speisekarte bis zu den zahlreichen „Dekorationsstücken“ und einer hervorragenden Qualität an portugiesischen Gerichten. Am Wochenende oft hoffnungslos besetzt durch seine Stammgäste und Jene, die es sicher noch werden, lohnt hier eine frühzeitige Reservierung.

A Charcutaria Rua do Alecrim 47 Mo – Sa 12.30 – 16.00 Uhr, 19.30 – 23.00 Uhr Sonntag geschlossen Dieses Restaurant bietet nicht nur Spezialitäten aus dem Alentejo in bester Zubereitung, sondern hat einen Service,der jedem Gast das Gefühl vermittelt man habe nur auf ihn gewartet. Machen sie dem Koch eine Freude und wählen sie ein Menue – die beste Möglichkeit, die Vielfalt der portugiesischen Küche zu erleben.

Cantinho do Bem Estar Rua do Norte 46 Ein kleines Restaurant mit wenigen Tischen, gutem, portugiesischem Essen und vernünftigen Preisen.

Weine

Portugal hat eine lange Weinanbautradition und produziert durch seine unterschiedlichen Klimazonen und Bodenbeschaffenheiten eine Vielzahl von hervorragenden Weinen, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Wirtschaftlich gesehen decken die Weine aus dem Alentejo über 40% des nationalen Absatzmarktes und die Menge an exportierten Weinen aus dieser Region steigt stetig. Hauptabnehmer sind Canada, Schweiz, Brasilien und Angola, aber auch die Eu-Mitgliedstaaten wissen die Qualität zunehmend zu schätzen. Die Anbaugebiete Alentejo und Bairrada sind sehr sonnenverwöhnt und bringen hervorragende Rotweine mit hoher Komplexität hervor.

Im Alentejo nimmt auch die Produktion von leichten, modernen Weissweinen zu. Der Norden ist relativ regenreich und kühl, so das im Gebiet um den Fluss Minho die bekannten Vinho Verde Weine entstehen. „Verde“ bezeichnet in diesem fruchtbaren Anbaugebiet nicht die Farbe der Natur, sondern bezieht sich auf das Alter bzw. die Jugend des Weines, denn der sollte möglichst jung getrunken werden. Hier entsteht auch der noch nicht so bekannte „Rote Minho“, ein tanninhaltiger Rotwein. Portwein aus dem Gebiet Douro am gleichnamigen Fluss ist schon seit Jahrhunderten bekannt. 1756 erliess Portugal als erstes Land ein Gesetz zur Begrenzung genau dieses Anbaugebietes und war damit Vorreiter in der Erkenntnis der unterschiedlichen regionalen Anbaubedingungen und der nötigen Qualitätssicherung.

Die zu Portugal gehörende Insel Madeira ist weltberühmt durch seinen gleichnamigen Wein. Eher zufällig entdeckten die Seefahrer auf ihren langen Fahrten den positiven Einfluss von schaukelnden Schiffsbewegungen und der Erhitzung des mit Alkohol versetzten Weines durch andauernde Sonnenbestrahlung. Die Geschmacksverbesserung führte zu der besonderen Ausbaumethode des Madeiras und noch heute wird durch langsames Erhitzen der Zucker im Wein karamellisiert, die typische Honigfarbe und der einzigartige Geschmack entstehen und einer jahrelangen Reifung in der Sommerhitze steht nichts mehr im Wege. Ein „alter“ Madeira findet auf hochwertigen Verkostungen immer besonderen Anklang.

Spezialitäten

Spezialitäten des Landes Nationalgericht in Portugal ist der Bacalhau ( gesalzener und getrockneter Kabeljau ), auch Stockfisch genannt. Weltweit verzehren die Portugiesen die grösste Menge des mittlerweile recht teuren Fisches und verwenden ihn in allen Variationen in der portugiesischen Küche. Er wird gekocht, gebraten oder frittiert als „Bolinhos de Bacalhau“ ( kleine Fischbällchen ) mit diversen Beilagen serviert. Mischgerichte wie z.B. „Bacalhau-a- Bras“, ein Standartgericht bestehend aus Bacalhau, Kartoffeln, Zwiebeln und Eiern oder „Arroz de Bacalhau“, Reis mit Stockfisch sind auf fast jeder Speisekarte. Selbstverständlich findet man auch eine riesige Auswahl an frischen Meeresfrüchten nicht nur an der Küste Portugals. Gegrillte Sardinen, frischer Thunfisch oder Tintenfisch in unterschiedlichster Zubereitung muss man probiert haben. Muscheln und Austern aus der Gegend um Ericeira und Setubal oder Krustentiere aus Cascais sind wahre Delikatessen und locken Fischliebhaber aus Lissabon und Umgebung. Häufig werden diese Köstlichkeiten des Atlantiks als „ Arroz com Mariscos“, einem Reisgericht ähnlich dem italienischen Risotto mit Meeresfrüchten serviert.

Portugiesen lieben Eintöpfe – reichhaltige Suppen wie die bekannte „Caldo Verde“, eine Gemüsesuppe mit Kohl und Chourico ( Schweinswürstchen ) oder eine „Cataplana“, ein Fischeintopf aus Muscheln, Stockfisch, Seeteufel, Kartoffeln und Gemüse. Nicht ganz so reichhaltig aber nicht minder lecker sind eine „Sopa de Tomato“ mit Zwiebeln und porchiertem Ei oder die „Acorda“, eine Suppe aus Brot, Knoblauch und Koriander, ebenfalls mit porchiertem Ei. Grundsätzlich wird zu allen Suppen das wunderbar vielfältige portugiesische Brot gegessen. Auch traditionelle Fleischgerichte haben oft den Charakter eines Eintopfes. Die Mischung von Fleischarten wie in dem Gericht „Cozido a Portuguesa“ mit Kartoffel und Gemüse ist sehr beliebt. Geräucherte Schweinswürste, Rippchen, Haxe und Schinken werden mit Schweinefett und dem Gemüse zu einem nicht gerade kalorienarmen, aber schmackhaften Fleischtopf vereint. Da ist ein gegrilltes Spanferkel oder ein Stück Milchziegenbraten- beides in Portugal sehr beliebt und empfehlenswert – schon beinahe als Diätkost zu bezeichnen.

Auch Lammfleisch essen die Portugiesen recht gern und ein „Ensopado de Borrego“ erinnert in seiner Zubereitungsart mit Zwiebeln und Knoblauch durchaus an ein Lammragout daheim. Es wird auf vorher in den Bratensaft getunkte Brotscheiben serviert. Beeinflusst durch die Kolonien Portugals finden sich in der landestypischen Küche viele exotische Gewürze und Kräuter, wie z. B. Koriander, Lorbeer, Ingwer, Zimt, Nelke, Muskatnuss, Piment, Paprika und Chili. Ihre teils „unbekümmerte“ Verwendung bringt für europäische Geschmacksnerven manchmal erstaunliche Geschmackserlebnisse zustande, aber man reist ja schliesslich in die Welt um „Neues“ kennen und manchmal auch lieben zu lernen. Spätestens beim Dessert oder den vielen kleinen Blätterteigspezialitäten fällt das „Probieren“ niemandem mehr schwer, es sei denn, er mag grundsätzlich keine Süssigkeiten. Denn SÜSS ist hier alles und mindestens genau so kalorienreich – aber auch sündhaft lecker. Grundlage vieler Füllungen der kleinen Delikatessen sind Eigelb, Zucker, Mandeln und daraus hergestelltes Marzipan. Bekannte Desserts sind unter Anderem „Doce de ovo“, Süsses aus Ei oder „Pudim flan“, ein der „Creme Catalan“ verwandter Vanillepudding mit Karamellsauce. Auch der „Arroz doce“, bei uns als Milchreis bekannt, wird auf jeder Karte zu finden sein. Süsses Gebäck erfreut sich grosser Beliebtheit in Portugal. Die „Pasteis de Nata“ oder „Mil Folhas“ ( Tausend Blätter ) sind über die Grenzen hinaus als portugiesische Blätterteigköstlichkeit mit Vanillecreme bekannt. „Bolas de Berlim“ – auch Berliner genannt – sind nicht mit Marmelade sondern mit unglaublich viel Puddingcreme gefüllt und werden oft an den Stränden rund um Lissabon oder abends bei Veranstaltungen angeboten.

Eine traditionelle Spezialität sind „Rabanadas“. In einer Masse aus Milch, Portwein, Honig, Zucker und Eiern gewendete und in Fett ausgebackene Baguettescheibe vom Vortag, die mit Zimt und Zucker bestreut an unsere „Armen Ritter“ erinnern und wahrscheinlich nur bei privaten Einladungen ihren Weg kreuzen werden. Wer auch zu Hause nicht auf die eine oder andere portugiesische Leckerei verzichten will, findet eine Auswahl an portugiesischen Lebensmitteln wie Gebäck, Pudding, Oliven, Fischkonserven oder portugiesische Liköre und Wein bei www.feinesverpackt.de oder www.zumportugiesen.com

Mentalität

Portugiesen essen gerne in Gesellschaft Portugiesen sind wie ihre südeuropäischen Nachbarn ein sehr kommunikatives und genussfreudiges Volk. Essen dient hier nicht nur der „Sättigung“, sondern wird am Liebsten in Gesellschaft von Freunden und Familie am Abend eingenommen und dauert meist etwas länger. In der Regel frühstücken die Portugiesen eher spärlich – eine Bica ( port. Espresso ) oder einen Galao ( port. Milchkaffee aus dem Glas ) im Stehen vor der Arbeit, vielleicht ein süsses Brötchen und das war es. Mittags gibt es entweder zu Hause oder in einer kleinen Gaststätte portugiesische Hausmannskost, die Mittagspause dauert von 12.00 – 14.00 Uhr.

Erst am Abend ( meist nach 20.00 Uhr ) trifft man sich zum geselligen Miteinander und gönnt sich ein mehrgängiges Menue mit regionalen Spezialitäten und portugiesischem Wein. Wenn man als Tourist die kleinen, landestypischen Gaststätten bevorzugt, sollte eine Übersetzungshilfe für die Speisekarte ein stetiger Begleiter sein, denn bis auf die teureren Restaurants in den Grossstädten ( Englisch& Französisch ) sind diese fast ausschliesslich in Portugiesisch geschrieben. Im Übrigen sollte man wissen, das auch in Portugal ähnlich wie in Italien das „coberto“, d.h. Brot, Butter, Oliven und teils sogar Schinken und andere Leckereien unaufgefordert an den Tisch gebracht werden, aber bei Verzehr zu bezahlen sind.